Fall 1

Was kann ich tun?

Sie erhalten einen Bescheid,
in dem steht, dass Ihrem Antrag »vollinhaltlich stattgegeben wurde«,
aber Sie erhalten nicht die Mindestsicherung, die Sie
beantragt haben.

Nehmen Sie mit dem zuständigen Sachbearbeiter Kontakt auf, um zu klären, ob es sich um einen Irrtum handelt.
Wenn die Behörde bei ihrer Entscheidung bleibt, können Sie innerhalb von 4 Wochen gegen den Bescheid eine Beschwerde einbrimgen.
Musterbeschwerde

Fall 2

Was kann ich tun?

Sie erhalten einen Bescheid,
in dem steht, dass Sie
keine
oder weniger Mindestsicherung als beantragt erhalten.
Lesen Sie die Begründung im Bescheid.
Wenn Sie
– die Begründung nicht nachvollziehen
können
– mit der Entscheidung nicht
einverstanden sind
können Sie innerhalb von 4 Wochen schriftlich gegen den Bescheid eine Beschwerde einbringen.

Wenden Sie sich unbedingt an eine Beratungsstelle, da Sie Ihre Beschwerde inhaltlich begründen müssen.

Fall 3

Was kann ich tun?

Die Behörde hat unverzüglich, allerdings längstens drei Monate Zeit über Ihren Antrag zu entscheiden.
Die Behörde hat nach Ablauf dieser drei Monate nicht über Ihren Antrag entschieden.
Sie haben die Möglichkeit, nach Ablauf dieser Frist ein Rechtsmittel (Säumnisbeschwerde) einzulegen.

Wenden Sie sich an eine Beratungsstelle.
---------------------------------------

Musterbeschwerde
Fall 1

Unbedingt per Fax oder
eingeschrieben senden

Ihre Adresse

Veronika Mustermann
Musterstraße 8
6020 Innsbruck

Adresse der Behörde,
die den Bescheid
ausgestellt hat

An das
Stadtmagistrat Innsbruck
Ing.-Etzel-Straße 5
6020 Innsbruck

Innsbruck, 19. 07. 2017

Geschäftszahl angeben!

Mindestsicherungsbescheid V-XXXXX/1/1

Begründung
Ihrer Beschwerde

Ich erhebe gegen den Bescheid des Stadtmagistrates Innsbruck vom 14.07.2017 binnen offener Frist Beschwerde und begründe diese wie folgt:


Ich habe am 06.07.2017 Mindestsicherung zur Sicherung meines Lebensunterhaltes in der Höhe des Mindestsatzes für Alleinstehende von € 633,35 beantragt.
Mit dem Bescheid vom 14.07.2017 wurde mir jedoch nur Mindestsicherung
in der Höhe von € 200,– gewährt.
Eine Begründung dafür fehlt.

Antrag auf Abänderung
des Bescheides
Ich beantrage daher, da ich ansonsten über kein eigenes Einkommen verfüge, den Bescheid dahingehend abzuändern, dass der beantragte Mindestsatz für Alleinstehende gewährt wird und der Differenzbetrag zur Auszahlung kommt.
Unterschrift
Datum
Veronika Mustermann
Innsbruck, am 19. 07. 2017
Kopie nicht vergessen
Kopieren Sie unbedingt
Ihren Antrag und Ihre Unterlagen!
zum seitenanfang nach oben