Mindestsicherung Tirol Adventskalender

13

Mindestsicherung neu – sichert gar nichts!

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes eines alleinerziehenden Vaters und seinem Sohn um 90 % gekürzt

Alleinerzieher – Sperre des Arbeitslosengeldes für sechs Wochen

1 Kind, 11 Jahre – Unterhaltszahlung der Mutter € 180,–

 

Bezirk Innsbruck, 2-Zimmer-Wohnung, 45 m²

Miete inkl. BK & HK: € 784,–

Haushaltsversicherung: € 12,–

Strom: € 40,–

Handy x 2: € 30,–

 

Mietpreisdeckelung Innsbruck, 2 Personen: € 640,–

 

Somit verbleiben dem alleinerziehenden Vater keinerlei Mittel zur Sicherung der Miete und des Lebensunterhaltes. Wenn die beiden den Unterhalt der Mutter für den Sohn „teilen“, sind das € 1,60 pro Kopf und Tag – die Miete kann jedoch nicht beglichen werden. Damit steht den beiden in dieser Notlage um 90 % weniger als vor In-Kraft-Treten des neuen Mindestsicherungsgesetzes zur Verfügung. Damit können die Kosten für Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Fahrtkosten, Medikamente, Taschengeld, Freizeit u. v. m., wie auch Weihnachtsgeschenke, jedenfalls nicht bestritten werden.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Diese existenzbedrohende Notlage führt zu Hause zu einer angespannten Stimmung zwischen Vater und Sohn. Auch die seit längerem bereits sehr konfliktreiche Beziehung zwischen den geschiedenen Eltern spitzt sich weiter zu. Darüber hinaus schickt der Vermieter eine Mahnung bezüglich der offenen Miete und droht mit der Kündigung der Wohnung. Von der Behörde erhält der Mann die Auskunft, dass ihm und seinem Sohn aufgrund seiner selbstverschuldeten Notlage keine Unterstützung zustehen würde.

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

 

zurück zum Kalender