Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu – Anmietungskosten zu hoch – Asylberechtigte müssen im Flüchtlingsheim bleiben

Anmietung einer 4-Zimmer-Wohnung scheitert an Miethöhe und Provision

5-köpfige asylberechtigte Familie, im Flüchtlingsheim seit ca. zwei Jahren, hat folgendes Mietanbot:

 

Innsbruck-Land: 4-Zimmer

Fläche: 85 m2

Miete inkl. BK: € 865,–

Kaution: € 2.800,–

Provision: € 1.038,–

 

Mietpreisdeckelung Innsbruck Land für 5 Personen € 787,–

 

Grundsätzlich stimmt die Behörde zu, die Kaution sowie die Miete laut Verordnung zu übernehmen.

Der Vermieter der Wohnung verlangt jedoch – quasi als Sicherstellung – die Differenz auf die tatsächliche monatliche Miete in der Höhe von € 78,– für ein Jahr im Voraus. Somit wären neben der Provision in der Höhe von € 1.038,– zusätzlich noch € 936,– von der Familie zu bezahlen.

€ 1.974,– sind für die Familie mit positivem Asylbescheid jedoch nicht zu finanzieren.

Sie werden somit im Flüchtlingsheim bleiben müssen.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Die laut Verordnung festgelegten Mietobergrenzen entsprechen nicht den tatsächlichen Mietpreisen am Wohnungsmarkt. Die Differenz ist vom Lebensunterhalt zu übernehmen, was die Notlage verschärft. Im neuen Mindestsicherungsgesetz ist auch die Übernahme von Provisionen unter keinen Umständen mehr vorgesehen – und dies obwohl ein großer Teil der Wohnungen über Immobilienmakler angeboten werden.

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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