Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu = Ausbildung über 18 Jahre – nicht mehr leistbar!

Mutter mit zwei Kindern – Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes und der Miete um 63,4 % gekürzt

Einkommen der Mutter – € 600,– monatlich, Teilzeitstelle Gastronomie

Sohn, 10 Jahre, Unterhalt – € 218,–

Sohn, 18 Jahre, Schüler, geht geringfügiger Arbeit neben der Schule nach – € 346,–

 

Wohnung, 75 m² in kleiner Ortschaft, Bezirk Innsbruck Land

Miete inkl. BK und HK € 800,–

Haushaltsversicherung € 11,–

Strom € 46,–

Handy € 10,–

 

Mietpreisdeckelung Innsbruck Land für drei Personen € 591,–

 

Die Frau arbeitet nur Teilzeit, da ihr jüngster Sohn eine schwere Krankheit überwunden hat. Es sind nach wie vor regelmäßige Begleitungen zu Ärzten und auf die Klinik notwendig, zudem muss er noch von der Mutter gepflegt werden.

Seit ihr ältester Sohn 18 ist, gilt sie nach dem Mindestsicherungsgesetz NEU nicht mehr als Alleinerzieherin, ungeachtet der Tatsache, dass ihr Sohn noch Schüler und nicht selbsterhaltungsfähig ist. Dies bedeutet, dass die Familie auf mehreren Ebenen große finanzielle Einbußen hinzunehmen hat (Reduktion des Lebensunterhaltes, Wegfall des Freibetrages beim Erwerbseinkommen für Alleinerzieherinnen und Mietpreisdeckelung). Dies entspricht einer Reduktion des Anspruches von 63,4 % im Vergleich zu vorher. Der Familie bleiben pro Person tgl. € 9,70 zum Leben. Davon müssen Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Busticket, u. v. m., wie auch Weihnachtsgeschenke bestritten werden.

Der 18 Jahre alte Sohn kann neben der Schule nicht mehr arbeiten, ohne seinen schulischen Erfolg zu gefährden.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Aufgrund des geringen Familieneinkommens, wächst der Druck auf den 18-jährigen Schüler, die Schule im Maturajahr abzubrechen bzw. den Abschluss aufzuschieben, zumindest solange bis sich sein Bruder gesundheitlich vollkommen erholt hat. Wie lange die Genesung noch dauert, ist zum momentanen Zeitpunkt nicht absehbar. Er überlegt eine Hilfsarbeiterstelle anzunehmen, um seiner Mutter finanziell unter die Arme greifen zu können.

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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