Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu = überhöhte Mietpreise am freien Markt – bitte weniger Essen!

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes einer Familie um 12,5% gekürzt

5-köpfige Familie in Innsbruck

 

Vater – Deutschkurs, kein Einkommen

Mutter – Deutschkurs, kein Einkommen

1 Kind 10 Jahre

1 Kind 8 Jahre

1 Kind 5 Jahre

 

Innsbruck, 3-Zimmer, 79 m²

Miete inkl. BK & HK: € 1.170,–

Mietzinsbeihilfe: € 111,–

Haushaltsversicherung: € 17,76

Strom: € 45,–

Handy x2 ges.: € 30,–

Tagesheimbetreuung für 2 Kinder: 144,18 mtl.

 

Mietpreisdeckelung Innsbruck, 5 Personen: € 1.023,–

 

Mit Beschluss des Stadtsenates Innsbruck vom April 2017 wird Mindestsicherung als Einkommen gerechnet. Auf dieser Basis werden Beiträge für die Tagesheimbetreuung berechnet. Somit verbleiben der 5-köpfigen Familie € 1.176,19 im Monat zum Leben.

Das sind € 7,70 pro Kopf und Tag und um 12,5% weniger als vor In-Kraft-Treten des neuen Mindestsicherungsgesetzes.
Davon müssen die Kosten für Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Fahrtkosten, Medikamente, u.v.m. sowie Weihnachtsgeschenke bestritten werden.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Das dritte Kind hat de facto weniger Lebensunterhalt zur Verfügung, gleichzeitig muss die Familie für die Tagesheimbetreuung, die u.a. vom Gesichtspunkt der Integration her mehr als sinnvoll ist, diese Kosten übernehmen.

Von dem Geld, das eigentlich für den Lebensunterhalt zur Verfügung stehen sollte, muss die Familie monatlich € 147,– selber als Wohnaufwand aufbringen. Eine günstigere Wohnung zu finden, ist weder in Innsbruck noch außerhalb realistisch, insbesondere auch weil Vermittlungsprovisionen aus den Mitteln der Mindestsicherung nicht mehr übernommen werden.

 

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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