Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu = Kinderarmut neu?

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes einer Alleinerziehern aufgrund der neuen Mietpreis -Verordnung um 16 % gesunken.

Mutter – Karenz mit Kinderbetreuungsgeldbezug

Kinderbetreuungsgeld: € 443,70

1 Kind, 18 Monate: keine Unterhaltszahlung vom Kindesvater und Beantragung des Unterhaltsvorschusses nicht möglich

 

Bezirk Innsbruck, 2-Zimmerwohnung, 50 m2

Miete inkl. BK & HK; € 750,–

Mietzinsbeihilfe: € 0,00 – Bezug der Mietzinsbeihilfe aufgrund deren Neuregelung nicht möglich – 3-jähriger Hauptwohnsitz in Innsbruck ist Voraussetzung

 

Haushaltsversicherung: € 9,80

Strom: € 30,00

Handy: € 15,00

IVB- Ticket: € 17,80

 

Mietpreisdeckelung Bezirk Innsbruck, 2 Personen: € 640,–

 

Somit bleibt der alleinerziehenden Mutter für sich und ihre Tochter € 660,– im Monat zum Leben zur Verfügung. Das sind € 10,80 pro Kopf und Tag und damit um 16 % weniger als vor In-Kraft-Treten des neuen Mindestsicherungsgesetzes. Davon müssen die Kosten für Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Medikamente, Freizeit u. v. m. wie auch Weihnachtsgeschenke bestritten werden.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Bereits vor Novellierung des neue Mindestsicherungsgesetzes waren die zur Verfügung stehenden Mittel sehr knapp, durch die Neuregelung hat sich die Lage der Alleinerzieherin nochmal verschärft.

Sie ist um ihre gemeinsame Zukunft sehr besorgt. Aufgrund einer Entwicklungsverzögerung benötigt die Tochter heilpädagogische Unterstützung – nicht selten fallen dafür auch Kosten an. Die junge Mutter befürchtet, dass sie ihre Tochter nicht adäquat fördern kann.

Eine wesentlich günstigere Wohnung im Stadtgebiet Innsbruck konnte die junge Frau bisher nicht finden. Eine Neuanmietung würde außerdem Mehrkosten verursachen, welche sie sich nicht leisten kann.

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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