Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu = Wohnen oder Essen – beides geht nicht!

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes für eine 6-köpfige Familie um 29% gesunken.

Vater – Deutschkurs B1, kein Einkommen, freiwillige Arbeit in der Gemeinde

Mutter – Deutschkurs A1, kein Einkommen, Familie im Krieg gestorben

4 Kinder

 

Miete inkl. BK € 1.050,–

Strom: € 50,–

Haushaltsversicherung: € 15,–

 

Mietpreisdeckelung Bezirk Landeck, 5–6 Personen: € 612,–

Im Juli 2017 ist die Familie nach Landeck gezogen. Das Sozialamt gewährte aufgrund der Notlage einen Mietzuschuss von € 1.000,–. Durch die Änderung des Mindestsicherungsgesetzes übernimmt das Sozialamt aktuell nur noch € 612,– Mietzuschuss. Somit fehlen € 438,– auf die tatsächliche Miete.

 

Drastische Kürzung auch beim Lebensunterhalt

Durch die Änderung der Richtsätze seit 01.11.2017 bleiben der Familie abzüglich Selbstbehalt für Miete nur noch € 6,70 täglich pro Person zum Leben. Dies bedeutet eine Kürzung der real zur Verfügung stehenden Mittel um 29 %.

Davon müssen sie Essen, Kleidung, Strom, Busticket, Handyrechnung, Internet, Kindergarten, bezahlen.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Wohnungen zum Preis der Höchstsätze werden nachweisbar nicht angeboten. Die Familie findet trotz Unterstützung  keine bezahlbare Wohnung.
Der Familienvater hat eine abgeschlossene Berufsausbildung und ist verzweifelt auf der Suche nach Arbeit – bisher erfolglos.

Besinnliche Adventzeitzeit wünscht

 

der SPAK

 

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