Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu = Wohnungslosigkeit wird vorsätzlich produziert

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes für zwei junge Männer wird um 49,5 % gekürzt

2 junge Männer  in einer Wohngemeinschaft im Bezirk Imst

 

Josef – AMS Kursbeihilfe: € 514,20

Franz – AMS Kursbeihilfe: € 514,20

Bezirk Imst, 2-Zimmer, 42 m²

Miete inkl. BK & HK: € 300,– pro Person (vom Vermieter schon um 100,– reduziert)

Haushaltsversicherung: € 5,–

Strom:  € 75,– pro Person

Handy: € 15,– pro Person

 

Mietpreisdeckelung Bezirk Imst, 2 Personen: € 389,– das sind  194,50 pro Person.

 

Neben der Reduzierung der Unterstützung der Miete beträgt der Anspruch auf Unterstützung für den Lebensunterhalt ab 1.11.2017  (Wohngemeinschaft) pro Person nur mehr € 475,01.

Somit bleiben jedem der beiden nur mehr € 274,51 im Monat zum Leben übrig. Das sind € 9,–  pro Kopf und Tag und um 49,5 % weniger als vor In-Kraft-Treten des neuen Mindestsicherungsgesetzes. Davon müssen die Kosten für Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Medikamente, u.v.m. sowie Weihnachtsgeschenke bestritten werden.

 

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Mit 1. Juli hat das Sozialamt über die bevorstehende Kürzung informiert. Beide haben daraufhin die Wohnung  rechtzeitig gekündigt und  intensiv Wohnung gesucht – und bis Ende Oktober nichts gefunden.

2 Menschen die in einer Wohnung lebten, in der sie weiterhin gerne geblieben wären und mit dem Vermieter in bestem Einvernehmen standen, sind seit 1.11.2017 wohnungslos.

Herr J. kann in eine Notunterkunft aufgenommen werden.

Herr F. ist wohnungslos auf der Straße. 

 

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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