Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu – sichert gar nichts!

Alleinstehender Mann in Innsbruck – 52 Jahre alt – sechs Wochen lang keinen Lebensunterhalt! Kürzung um 100%

Einkommen: Notstandhilfe € 28,18  täglich – 6 Wochen Kürzung auf € 0,0

 

Innsbruck, Garconniere, 30 m²

Miete inkl. BK & HK : € 472,64  

Mietzinsbeihilfe: kein Anspruch

Strom: € 27,–

Handy: Wertkarte

Öffentlicher Verkehr: Jahreskarte für Tirol  € 490,– monatlich  € 40,84

 

Mietpreisdeckelung Innsbruck € 512,–

 

Herr T. war wohnungslos. Er hat eine Zeit lang auch in der Wagonie am Westbahnhof genächtigt. Nach mehreren Monaten in einer Notschlafstelle des ISD hat er endlich wieder eine Wohnung gefunden. Die Anmietungskosten wurden im Rahmen der Mindestsicherung vom Amt übernommen.

Aus der Mindestsicherung wurde nur ein Teil der Miete übernommen, da Herr T. ja selbst einen Beitrag dazu leisten muss. Herrn T. wurde jedoch für sechs Wochen die Notstandshilfe gänzlich gestrichen, da er es nicht geschafft hatte, sich auf Grund der Wohnungslosigkeit rechtzeitig bei einer Arbeitsstelle zu bewerben. Herr T. hat deswegen in den ersten zwei Monaten einen Mietrückstand von ca. € 500,– aufgebaut. Weiters konnte er auch seinen Strom in der Höhe von € 27,– nicht bezahlen.

 

Herr T. hat versucht, sich irgendwie bis zum Ende der Sperre der Notstandhilfe über Wasser zu halten. Er hat aber täglich Angst, die neue Wohnung wieder zu verlieren, da er nicht weiß, wie er seinem Vermieter erklären soll, dass er schon die ersten Mieten nicht bezahlen konnte.

 

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Da aus Mitteln der Mindestsicherung der Ausfall von AMS-Geld/Notstandhilfe nicht mehr übernommen wird, entstehen existenzbedrohende Situationen. Neuerliche Wohnungslosigkeit droht!!

 

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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