Mindestsicherung Tirol Adventskalender

7

Mindestsicherung neu – barrierefreies Wohnen für Rollstuhlfahrer nicht mehr möglich!

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes einer Familie mit 3 Kindern in Lienz um 20 % gekürzt

Vater – Invaliditätspension mit Ausgleichzulage € 1.256,36

Pflegegeld, Stufe 4 (€ 677,60), davon Fixausgaben für Pflege € 530,–

Mutter – nicht erwerbstätig aufgrund der notwendigen Pflegeleistung

1 Kind, 8 Jahre

1 Kind, 11 Jahre

1 Kind, 13 Jahre

 

Bezirk Lienz, 3-Zimmer-Wohnung, 88 m²

Miete inkl. BK & HK: € 910,–

Haushaltsversicherung: € 12,–

Strom: € 85,–

Handy x 2: € 30,–

 

Mietpreisdeckelung Bezirk Lienz, 5 Personen: € 648,–

 

Somit verbleiben der 5-köpfigen Familie € 961,73 im Monat zum Leben. Das sind € 6,31 pro Kopf und Tag und damit um 20 % weniger als vor In-Kraft-Treten des neuen Mindestsicherungsgesetzes. Davon müssen die Kosten für Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Medikamente, Fahrtkosten, Hortbeitrag, Taschengeld, Freizeit u. v. m., wie auch Weihnachtsgeschenke, bestritten werden.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Die Familie sucht seit langem eine neue, größere Wohnung, da die Kinder nun in ein Alter kommen, in welchem zumindest die Mädchen und der Junge getrennte Zimmer brauchen. Außerdem benötigt auch der Vater, der aufgrund seiner Erkrankung mittlerweile einen Rollstuhl benötigt, jedenfalls ein geräumigeres Badezimmer. Auf der Gemeinde haben sie die Auskunft erhalten, dass es keine barrierefreie Wohnung in dieser Größe gäbe.

Die Hoffnung auf eine neue Wohnung wie auch die Hoffnung der Kinder auf ein eigenes Zimmer, ist jedoch durch das neue Mindestsicherungsgesetz endgültig zerstört worden, da sowohl die zur Verfügung stehenden Mittel als auch die Unterstützung für Wohnungsanmietungen massiv gekürzt wurden.

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

zurück zum Kalender