Mindestsicherung Tirol Adventskalender

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Mindestsicherung neu – sichert gar nichts!

Mittel zur Deckung des Lebensunterhaltes eines Jugendlichen um 100 % gekürzt

 

Jugendlicher, 16 Jahre – Sperre des Arbeitslosengeldes

Betreute Übergangseinrichtung der Kinder- und Jugendhilfe

 

Handy: 20,–

 

Aufgrund einer massiven Konfliktsituation zu Hause ist der Jugendliche einige Nächte bei Kollegen untergekommen und wurde anschließend in einer betreuten Übergangseinrichtung für Jugendliche aufgenommen. In Folge der extrem belastenden Situation zu Hause, konnte der 16-Jährige die Vorgaben des AMS nicht mehr erfüllen. Daraufhin wurde ihm das Arbeitslosengeld gesperrt. Das neue Mindestsicherungsgesetz fängt eine derartige Notlage nicht mehr auf – der Jugendliche ist somit vollkommen mittellos. Damit steht ihm um 100 % weniger als vor In-Kraft-Treten des neuen Mindestsicherungsgesetzes zur Verfügung. Damit können die Kosten für Lebensmittel, Bekleidung, Hygieneartikel, Fahrtkosten, Medikamente, Freizeit u. v. m., wie auch Weihnachtsgeschenke, jedenfalls nicht bestritten werden.

Folgen des neuen Mindestsicherungsgesetzes

Zwar wurde gegen die Sperre des AMS Beschwerde eingelegt, dies ändert aber nichts am Vollzug des Mindestsicherungsgesetzes. Die zuständige Behörde beharrt darauf, dass dem 16-Jährigen aufgrund seiner „selbstverschuldeten Notlage“ keine Unterstützung zustehen würde.

Die extrem belastende Krise des Jugendlichen wird durch die Regelungen des Tiroler Mindestsicherungsgesetzes nicht aufgefangen sondern verstärkt.

Besinnliche Adventszeit wünscht

 

der SPAK

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